Museum

Roger-Loewig-Museum

Adresse:
Flämingweg 6
14806 Bad Belzig
Tel.: +49 (0) 33841 4216
E-Mail: museum@roger-loewig.de

Öffnungszeiten:
Geöffnet vom 15. März bis 19. Oktober
samstags und sonntags von 14-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung (auch im Winter) und bei Veranstaltungen.

Eintritt frei. Wir bitten um Spenden.

Im „Schweizerhaus“ in Belzig wurde am 6. Juni 2009 das Roger Loewig Haus, ein Museum mit Gedenkstätte, eröffnet. Die hier gezeigte Dauerausstellung vermittelt einen Überblick über das Leben und Werk des Malers, Zeichners und Dichters Roger Loewig (1930-1997).

In einem Zeitraum von fast fünf Jahrzehnten schuf der Künstler ein vielschichtiges Œvre, das über 2.600 Gemälde und Zeichnungen, um die 250 Lithografien und ca. 40 Radierungen umfasst. Außerdem entstand in allen Schaffensperioden eine große Anzahl von Gedichten und Prosatexten. Aus diesem umfangreichen Gesamtwerk wird im Museum eine repräsentative Auswahl vorgestellt.

Die Ausstellung folgt der Werkentwicklung. Sie beginnt mit den starkfarbigen Aquarellen und Gemälden der fünfziger und frühen sechziger Jahre. Dass sich Loewig Anfang der sechziger Jahre der Zeichnung als seinem fortan bevorzugten künstlerischen Medium zuwandte, kann der Besucher unmittelbar nachvollziehen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Arbeiten aus den sechziger Jahren, die zum Teil im heutigen Museum entstanden sind. Es folgen Bilder und Texte aus der Zeit nach 1972, nachdem der Künstler die DDR verlassen und sich in West-Berlin niedergelassen hatte. Den Abschluss bilden Blätter aus der Zeit nach der Wiedervereinigung, als es Loewig wieder möglich war, wie vor der Übersiedlung in den Fläming zu reisen. Das Spätwerk wurde maßgeblich von dieser Landschaft inspiriert.

Das Museum befindet sich im ehemaligen Wohnhaus von Freunden in Belzig, in dem sich der Künstler von 1964 bis 1972 und erneut nach der Maueröffnung bis zu seinem Tod regelmäßig aufhielt. Obwohl er seinen eigentlichen Wohnsitz in Berlin-Reinickendorf hatte, zog es ihn immer wieder aufs Land. Dort fand er Wurzeln für seine nach Fundamenten suchenden Existenz und sogar ein Gefühl von Heimat.

Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Es wurde im Zuge der Umgestaltung zum Museum durch zwei Anbauten nach Entwürfen der Berliner Architekten Dipl.-Ing. Helga Schmidt-Thomsen und Prof. Dipl.-Ing. Jörn-Peter Schmidt-Thomsen erweitert. Das Haus wird betreut von dem hier lebenden Freund und Weggefährten Wolfgang Woizick.

Trägerin des Hauses ist die gemeinnützige Roger Loewig Stiftung in Belzig. Die Idee zur Gründung des Museums entstand aus den Reihen der Berliner Roger Loewig Gesellschaft e.V. Viele Mitglieder und andere Personen trugen dazu bei, um die notwendigen Sanierungsarbeiten am Gebäude und Anwesen zu ermöglichen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, der Landkreis Potsdam-Mittelmark und die Stadt Belzig unterstützten das Vorhaben. Weitere großzügige Förderungen erhielt das Projekt von der Stiftung Aufarbeitung und der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) sowie von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam.